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Eisige Temperaturen und keine Lust, raus zu gehen? Eigentlich perfekt, um sich schön einzukuscheln. Wenn die Kleinen nicht immerzu beschäftigt werden wollten. Also haben wir das Wochenende genutzt, um unserer Kreativität freien Lauf zu lassen und endlich einige Ideen umgesetzt. Das Tolle an den hier vorgestellten Ideen ist, dass sie alle die Motorik schulen, super auch am Tisch spielbar sind und vor allem das Portemonnaie schonen! Ich habe Euch hinter den Zutaten die runtergerechneten Preise dazu geschrieben.


Projekt 1: Knete

Schon lange wollten wir unsere eigene Knete selbst herstellen. Wir haben schon einige Marken ausprobiert und sind mit keiner eigentlich so richtig glücklich geworden. Entweder scheiterte es an der Kneteigenschaft, zu bröckelig, oder am Geruch, der meist ziemlich streng ist. Deshalb habe ich hier für Euch unsere Version zusammengestellt. Schnell zu machen, kostengünstig, tolles haptisches Knetgefühl und Kneteigenschaft sowie geruchsfrei ?

Knete ist ein ideales Spielmaterial. Sie ist kostengünstig, regt die Fantasie an und es gibt schier unendliche Möglichkeiten, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Schon Kleinkinder trainieren beim Kneten unbewusst ihre Wahrnehmung, wenn sie spüren, wie die Masse unter den Fingern nachgibt, sich verformt und in Stücke teilen lässt. Kneten können schon die Kleinsten alleine und brauchen keine Hilfestellung. Knete ist beliebig formbar, es gibt keine Begrenzung. Daher darf Knete einfach in keinem Kinderzimmer fehlen.

Das wird gefördert:

  • Wahrnehmung
  • Feinmotorik
  • Kreativität
  • Fantasie

DIY-Knete

Zutaten Knete:

  • 400g Mehl (25 Cent – 39 Cent)
  • 150g Salz (ca 7 Cent)
  • 2 EL Zitronensäure (ca. 11 Cent)
  • 500ml kochendes Wasser
  • 3 EL Speiseöl (oder Babyöl für angenehmen Duft) (ca. 4 Cent)
  • Lebensmittelfarbe (ca. 1,25€)

Alle Zutaten (außer der Farbe) in eine große Schüssel geben und schön verkneten. Natürlich könnt ihr auch einen Mixer benutzen. Ich habe die Masse nun in drei Portionen aufgeteilt und jeweils mit einer Farbe verknetet. Achtung: Jetzt wären Gummihandschuhe von Vorteil, falls ihr mit der Hand verknetet. Und schon fertig! Binnen weniger Minute habt ihr tolle Knete hergestellt, die ihr in Frischhaltedosen natürlich auch einige Zeit lagern könnt. Ihr könnt die Zitronensäure auch weglassen, dann ist sie nicht ganz so lange haltbar. Die Kosten habe ich alle runtergerechnet und komme so insgesamt auf ca. 1,72€!

Achtung: In manchen Rezepten wird Alaunpulver angegeben. Alaunpulver kann bei Kleinkindern unter Umständen zu Erbrechen und Übelkeit führen. Aber auch Salz in hohen Mengen ist nicht unbedenklich, dann müsste das Kind wahrscheinlich schon die ganze Masse aufessen. Trotzdem lasst Eure Kinder nicht unbeobachtet spielen.

Deckel als Förmchen

Kneten mit selbstgemachter Knete


Projekt 2: Supersand

Unser nächstes Projekt war der Supersand. Habt ihr davon schon gehört? Sand, der sich besser Formen lässt und vor allem die Formen länger halten lässt. Tolle Sache, dachte ich, bis ich meinem Sohn eine kleine Packung für 9,99€ gekauft habe. Sogar meine Vorfreude war riesig und dann nach dem Öffnen wieder das gleiche Problem: Der Gestank! Wer unsere Artikel länger verfolgt, weiß, dass mein Sohn hochsensibel ist und insbesondere auf Gerüche empfindlich reagiert. Der Supersand landete also in seinem Schrank und war von da an nie wieder gesehen. 10€ aus dem Fenster geworfen. Also machen wir ihn einfach selbst! Gesagt getan und ich verspreche Euch, einfacher geht es wirklich nicht!

Auch der Supersand ist ein kreativer Spielspaß. Gefördert werden die intensive taktile und haptische Wahrnehmung. Er wird u.a. für vielfältige therapeutische Zwecke im Kinder- und Erwachsenenbereich genutzt. Entspannung und Stressabbau sowie Gehirn- und Bewegungstraining werden unterstützt.

Das wird gefördert:

  • Wahrnehmung
  • Feinmotorik
  • Kreativität
  • Fantasie
  • Entspannungsprozesse
  • Gehirntraining

Supersand

Zutaten Supersand:

  • 500g Mehl (Kosten 25 Cent – 39 Cent)
  • ca. 150ml Babyöl (ca. 2,60 für 200 ml)

Beides miteinander vermischen und voilà fertig! Riecht frisch und ist vom haptischen Gefühl kaum zu überbieten. da musste sogar ich meine Finger reinkneten. Kosten ca. 3€


Projekt 3: Schütt-Spiel

Die Schütt-Spiele sind bekannt aus der Montessori-Pädagogik, „Hilf mir, es selbst zu tun“. Das Konzept ist einfach, das Kind soll schnell selbst in die eigene Aktivität kommen, also in das eigene Tun und Ausprobieren. Diese tolle Idee haben wir bei 2KindChaos gesehen und waren gleich überzeugt! Die Schütt-Spiele gibt es in zwei Varianten, mit festem Material oder mit Wasser. Wenn Kleinkinder noch in der oralen Phase sind, sollte das Schüttmaterial dementsprechend unbedenklich sein, falls davon doch mal was im Mund landet.

Die Schüttgefässe sollten im ersten Schritt durchsichtig sein, damit die Kinder die visuelle Kontrolle über das Schüttgut haben. Im zweiten Schritt können die Krüge undurchsichtig sein.

Zur Info: Nach Montessori werden die angebotenen Gegenstände und Schreibrichtung angeboten.

Das wird gefördert:

  • eigene Bewegungsabläufe
  • Augen-Hand-Koordination
  • Motorik
  • Wahrnehmung
  • Konzentrationsfähigkeit

Schütt-Spiel

Zutaten Schütt-Spiel:

  • Bohnen
  • Linsen
  • Salz
  • Nudeln
  • Mehl

Für das Schützt-Spiel müsst ihr im Prinzip nichts einkaufen, sondern nehmt einfach das, was ihr noch in der Küche habt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Deshalb habe ich zu diesem Spiel keine Kosten hinzugefügt. Wichtiger ist fast das Utensil, womit geschüttet wird. Hier nur einige wenige Beispiele:

Utensil:

  • Große Wanne
  • Trichter
  • Sieb
  • Kelle
  • Löffel
  • Becher

 

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Nachmachen ?

Habt ihr auch ein paar tolle DIY-Spielideen? Wir freuen uns über Eure Berichte ?

Der Beitrag DIY- Knete, Supersand und Schütt-Spiel, schnell und günstig selbstgemacht erschien zuerst auf elternheute MAG.

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